Der Zukunft aufs Dach steigen

Das Futurium ist von Kopf bis Fuß auf Zukunft eingestellt.
Der verantwortliche Umgang mit Energie ist zentrales Thema. Erneuerbare Energien machen bringen das Haus dem
Stand eines Niedrigstenergiegebäudes. Auf dem Dach kann sich jeder selbst davon überzeugen:
mit einem Spaziergang auf dem Skywalk.

Der Skywalk führt einmal um das ganze Dach und bietet herrliche Aussichten.

Wenn der Alltag mit seinem Klein-Klein zu nahe kriecht, wenn es auf der Straße und in der Wohnung zu eng wird: dann ist es an der Zeit, wieder einmal Weitblick zu schaffen. Aus bis zu 22 Metern Höhe, vom Dach des Futuriums. Der öffentlich zugängliche Skywalk ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Aufzug erreichbar und läuft einmal komplett um das gesamte Dach. Er bietet spektakuläre Ausblicke auf den Berliner Stadthorizont – von der Reichstagskuppel bis zum Fernsehturm. Im Süden sind das Bundeskanzleramt und der Spreebogen in Sichtweite, im Norden richtet sich der Blick auf das Charitégelände und den Berliner Hauptbahnhof.

Sonnenklar: Wir brauchen mehr erneuerbare Energien.
Das Dach des Futuriums ist fast vollständig mit Solarkollektoren ausgelegt.

Das solare Meer

Während des Rundgangs auf dem Skywalk wird Besuchern sofort auffallen, wie viele Solarkollektoren auf dem Dach installiert sind. Es ist fast ganz mit solaren Energiekollektoren für Photovoltaik (Strom) und Solarthermie (Wärme) belegt – wie ein solares Meer. Denn die Kollektoren nutzen die erneuerbare Energie der Sonne. Damit werden große Teile des Eigenenergiebedarfs des Hauses gedeckt. Denn die Energie fließt auch, wenn die Sonne mal nicht scheint und Wolken am Himmel sind. Energie, die nicht sofort benötigt wird, geht in Energiespeicher. Die besondere Geometrie des Daches ermöglicht es, das komplette Regenwasser des Daches zu sammeln ­– wie ein Auffangbecken. Das Wasser fließt zum tiefsten Punkt, wird dort abgeleitet und in einer Zisterne gesammelt. So steht es bereit, um das Gebäude zu kühlen.

Der Energiespeicher zieht sich als Block durch alles Geschosse.
Die Farbe zeigt an, in welchem Ladezustand sich die wärmesensiblen Paraffinlinsen befinden.

Paraffinspeicher und Wassertank

Ein neuartiger Hybrid-Energiespeicher macht die Wärmeenergie der Sonne für den Betrieb des Gebäudes nutzbar. Er besteht aus Wasser und verkapseltem Paraffin. Überschüssige Wärme wird in einem Wärmetauscher in Kälte umgewandelt. Sie dient der Kühlung des Gebäudes. Das Wasser transportiert die Kält in fünf große Speichertanks. Die sind auch für Besucher des Futuriums zu sehen: Der Speicher durchstößt als Block alle Geschosse und ist mit einer bespielbaren Glasfassade verkleidet. Nicht nur der Speicher, sondern auch die Fassadenelemente sind mit wärmesensiblem Paraffin gefüllt. Sie verändern durch gesteuerte Erhitzung und Beleuchtung ihre Transparenz und Farbe – je nach Lade- und Entladezustand zwischen den Farben Blau und Rot. So geben sie gezielt den Blick auf die dahinterliegende Speichertechnik frei. Die besondere Konstruktion erreicht übrigens die achtfache Kapazität herkömmlicher Wasserspeicher.

In den Speichertanks selbst schwimmen tausende mit Paraffin gefüllte Linsen im Wasser.
Während der Speicherladung und -entladung nutzt das System den energetischen Vorteil des Phasenwechsels von fest zu flüssig.