Zuverlässiger dank
neuer Technik

Design kann das Fahrerlebnis enorm verbessern. Aber Design allein macht die S-Bahn nicht zuverlässiger. Deswegen haben die Entwickler bei Siemens und Stadler erprobte Technik eingebaut. Bei den Experten stehen dabei Fachbegriffe wie „Redundanz“ und „hohe Fehlertoleranz“ ganz hoch im Kurs.

Aber mal unter uns: Was heißt denn das?

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So geht zuverlässig

Wir übersetzen Technikerlatein

Frage: Warum ist eine „Redundanz der Antriebssysteme“ so wichtig?

Antwort: Redundanz bedeutet, dass technische Elemente zusätzlich vorhanden sind. Ein Viertelzug benötigt sechs Fahrmotoren, um die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Doch er hat zwei Antriebsanlagen mit jeweils drei Fahrmotoren – für den Fall, dass eine ausfällt, übernimmt die andere Anlage einen Teil der Leistung. So ist sichergestellt, dass die Berliner S-Bahn keine Züge aus dem laufenden Betrieb nehmen muss, wenn mal ein Antrieb ausfällt.

Frage: Warum ist eine hohe Fehlertoleranz gut?

Antwort: Die neuen Züge der S-Bahn Berlin haben eine besonders hohe Fehlertoleranz. Echt knorke von der S-Bahn, aber es macht auch Sinn für die Zuverlässigkeit: Wenn eine Komponente ausfällt, zum Beispiel der Strom für die Klimaanlage oder das Licht im Zug, dann sorgt eine zweite gleichartige Komponente für Ersatz-Strom.

Frage: Warum hat die neue S-Bahn zusätzliche Magnetschienenbremsen?

Antwort: Damit die S-Bahn pünktlich kommt. Wenn im Herbst Laub auf den Schienen liegt, können sich die Bremswege verlängern. Das liegt am Gleitschutz, einem Anti-Blockier-System. Fahrzeuge, die nur Scheibenbremsen haben, fahren deshalb bei rutschigen Schienen etwas langsamer und bremsen vorsichtiger, was zu etwas längeren Fahrzeiten führen kann. Ein Fall für die neuen Magnetschienenbremsen: Sie saugen sich mit voller Magnetkraft an die Schienen. Selbst wenn’s mal „glitschig“ ist, sind 100 Prozent Bremskraft gegeben.