Vattenfall auf dem Weg –
in ganz Europa

Die steife Brise, die an der Westküste Dänemarks weht, zwingt Martin Zappe dazu, laut zu sprechen. „Hier entsteht ein Meilenstein auf dem Weg in eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe“, ruft der Projektleiter des Horns Rev 3 Windparks und deutet auf die erste Turbine, die hier gerade installiert wurde. Insgesamt 49 Turbinen will Vattenfall hier errichten. Bis 2019 sollen sie in den blauen Himmel ragen und mit Windenergie den Strombedarf von 425.000 dänischen Haushalten fossilfrei decken. Unzählige Schiffe und Gewerke sind an dem gigantischen Projekt beteiligt.

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Solarenergie soll eine zunehmend größere Rolle spielen, um auf fossile Brennstoffe innerhalb von einer Generation verzichten zu können.

Foto: Vattenfall

In ganz Europa ist Vattenfall auf dem Weg: Vor der schottischen Küste ging kürzlich ein Off-Shore-Windpark in Betrieb. Und von anderen Standorten wie dem „DanTysk“-Windpark westlich von Sylt speist Vattenfall bereits seit 2014 Windstrom ins deutsche Netz ein. Auf einer Fläche am firmeneigenen Pumpspeicher Geesthacht wird eine neue Photovoltaikanlage installiert, die Solarstrom produziert. Ähnliche Pläne gibt es für weitere Standorte.

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In ganz Europa packt Vattenfall an, um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Zum Beispiel beim Bau von Windparks.

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Die fossilfreie Neuausrichtung nimmt Fahrt auf

Windparks und Solaranlagen sind zwei der Grundsteine für eine Neuausrichtung der Unternehmensstrategie. Gerade in Deutschland spielt zudem Wasserkraft eine große Rolle. „Ohne unser Pumpspeicherkraftwerk Goldisthal wäre schon etliche Male das Licht ausgegangen“, meint Vattenfall-Chef Magnus Hall.

Zusammensetzung Vattenfall-Energiemix in Europa*

41%

Kernenergie

28%

Wasserkraft

25%

Fossile Brennstoffe

6%

Windkraft

1%

Biomasse

Zudem stieß Vattenfall 2016 seine Braunkohlesparte in Deutschland ab – drei Jahre früher als geplant. Damit setzt das Unternehmen nirgendwo mehr Braunkohle ein und der heute in den skandinavischen Ländern erzeugte Strom ist bereits nahezu fossilfrei. Außerdem wird stark in erneuerbare Energien wie Wind, Wasser und Sonne investiert.

Der Wille zur Veränderung ist auch nach außen sichtbar: Das alte Logo, seit 1992 Aushängeschild des Unternehmens, wurde durch ein neues Emblem ersetzt, das symbolisch für den Wandel von Vattenfall steht. Das neue Erscheinungsbild spiegelt das neue Vattenfall mit neuen Werten und Angeboten wider. „Als eines der führenden Unternehmen in der Energiebranche müssen wir uns auf eine moderne und klare Art und Weise präsentieren und unsere Stärken ausbauen. Genau das erwarten unsere Kunden und unsere Umwelt von uns“, sagt Vattenfall-Kommunikationschefin Karin Lepasoon.

Hinterm Horizont geht’s weiter

Hand in Hand mit starken Partnern verfolgt Vattenfall seine Ziele auch außerhalb der eigenen Branche

Doch für das Ziel eines fossilfreien Lebens reicht die Umstellung der Energieproduktion noch nicht aus. „Wir wollen die Nutzung von fossilen Brennstoffen auch außerhalb unserer eigenen Branche deutlich reduzieren“, heißt es bei Vattenfall. Gemeinsam mit Partnern will das Unternehmen deshalb die Elektrifizierung von industriellen Fertigungsprozessen, Transport und anderen Bereichen vorantreiben. Auch die intelligente Nutzung und Verteilung von Energie wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen.

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In Schweden arbeitet Vattenfall mit der Stahlindustrie am Verzicht auf Kohle.

Foto: Vattenfall

In seinem schwedischen Heimatland arbeitet Vattenfall nun beispielsweise mit einem Stahlbauunternehmen und einem Bergbaukonzern zusammen und hilft bei der Entwicklung einer neuen Art der Stahlproduktion, bei der Kohle durch Wasserstoff ersetzt wird. Statt Kohlendioxid bleibt dann nur ein anderes Element zurück: Wasser.

Starke Partner in Berlin

Doch warum in die Ferne schweifen? Auch in Berlin geht Vattenfall sein Ziel in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern an – und zeigt, wie ein 250 Jahre altes Traditionsunternehmen zum Vorreiter innovativer Nachhaltigkeitskonzepte werden kann …