Immer ein sicheres Gefühl

S-Bahn-Fahrten immer sicherer zu machen, ist schon lange das Ziel der S-Bahn Berlin GmbH. Und die Sicherheit hat sich schon im vergangenen Jahr weiter erhöht. Während im Jahr 2016 noch 12.640-Mal verbotswidrig in die Tasche gegriffen wurde, waren es ein Jahr später nur noch 7.460 Diebstähle. Diese Zahl bezieht sich wohlgemerkt auf Berlin und Brandenburg – und auf DB-Züge ebenso wie auf S-Bahnen und Bahnhöfe. Das heißt, die Zahl der Diebstähle hat sich fast halbiert. Dieser Trend zu weniger Diebstählen zeigt sich übrigens in ganz Berlin – ein positives Zeichen für die hervorragende Arbeit von Bundespolizei und Justiz.

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Jede Straftat ist eine zu viel

Allein in Berlin befördert die S-Bahn jeden Tag 1,4 Millionen Fahrgäste. Da erscheint die Zahl zunächst vielleicht nicht mehr ganz so hoch – aber der Eindruck trügt. Denn selbstverständlich ist jede Straftat eine zu viel. Wir wollen, dass sich unsere Fahrgäste immer wohl und sicher in den S-Bahnen fühlen. Deshalb werden wir unseren erfolgreichen Kurs fortsetzen. Mehr Präsenz und intensive Zusammenarbeit vor Ort lautet das Erfolgsrezept für Sicherheit am Bahnsteig und in der Bahn, sagt Matthias Lehmann von der Bundespolizei.

Große Kreuzungsbahnhöfe im Auge

Doch gut ist nicht gut genug. Deshalb brachte die S-Bahn Anfang des Jahres ein neues Sicherheitskonzept an den Start. Mehr Sicherheitsteams sind auf den Bahnhöfen unterwegs. An den fünf großen Kreuzungsbahnhöfen Gesundbrunnen, Ostkreuz, Schöneberg, Westkreuz und Friedrichstraße sind nun rund um die Uhr zusätzlich Doppelstreifen stationiert, die fest auf den Bahnhöfen patrouillieren. Damit sie gut sichtbar sind, entstehen an diesen Bahnhöfen Sicherheitswachen, an denen die Teams ansprechbar sind. In Gesundbrunnen und Friedrichstraße sind diese schon zu sehen, die anderen Bahnhöfe folgen in den nächsten Monaten.

Videokameras am Bahnsteig

Alle wichtigen Bahnhöfe sind seit einigen Jahren mit einem besonderen Zugabfertigungssystem ausgerüstet. Dazu gehören auch Kameras an den Bahnsteigen. Sie werden etwa zur Aufklärung von Straftaten genutzt. Außerdem hängt die Deutsche Bahn an vielen großen Bahnhöfen zusätzliche Kameras auf.

Streifen besonders abends und nachts

„Die Sicherheitsmitarbeiter sollen zu jeder Zeit dafür sorgen, dass alle Fahrgäste immer mit gutem Gefühl unterwegs sind“, sagt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin. Vor allem abends und nachts fahren die bewährten Doppelstreifen in den Zügen mit – doppelt so oft wie zuvor.  Waren bisher innerhalb von 24 Stunden bis zu 250 Sicherheitskräfte im S-Bahn- Bereich unterwegs, sind es nach dem neuen Konzept bis zu 340. Spezialteams sehen auf der Ringbahn und auf den Außenstrecken nach dem Rechten. Sie kümmern sich gezielt um die Durchsetzung des Hausrechts und die Einhaltung von Regeln – besonders im Nachtverkehr und am Wochenende.

Neue Leitstelle

Damit alle sicherheitsbezogenen Fragen an einer Stelle zusammenlaufen, hat die S-Bahn Berlin  ganz aktuell eine neue Leitstelle eingerichtet. Hier ist auch DB Sicherheit mit eingezogen. Im Fall einer Störung können die Mitarbeiter so schneller und effizienter reagieren, weil die Kommunikationswege kürzer werden. Mehr Informationen dazu folgen in Kürze.

Sicher ist sicher: Berlins erste S-Bahnwache