„Jut“ und sicher:
die neuen Berliner S-Bahnen

„Perfekt! Fahr ick mit!“ – Romano ist nicht nur Rapper mit Herz und Schnauze. Sondern, wie das Video zeigt, auch leidenschaftlicher S-Bahn-Fahrgast. Deshalb durfte er als einer der Ersten das neue Modell mit dem knackigen Baureihennamen „483/484“ testen, das ab Januar 2021 zunächst auf der Linie S 47 und später auf dem Ring unterwegs sein wird. Romanos Urteil: „Find ick jut!“ Warum? Auch weil sie besonders sicher sind.

Schreckt Übeltäter ab: mit Video alles im Blick

Das fängt schon mit den neuen Videokameras an. Die sind jetzt innen und außen angebracht – vier pro Wagen. Der S-Bahn-Fahrer kann so über Bildschirme auf seiner Konsole verfolgen, was in der Bahn passiert. „Also den Edding oder die Spray-Dose zuhause lassen“, rät Romano mit einem Zwinkern. Das sieht man beim Betreiber der Fahrzeuge, der S-Bahn Berlin GmbH, natürlich genauso.

Neue Farbgebung, Klimaanlage und Notrufknöpfe: Romano prüft das Modell der neuen Baureihe 483/484 der S-Bahn Berlin auf Herz und Nieren – und das frei nach Berliner Schnauze.

Im Notfall: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Aber es geht um viel mehr: Vor allem bei Diebstählen und Gewaltdelikten steigen mit Videobildern die Aufklärungschancen. Aufgrund der Anforderungen des Datenschutzes im Land Berlin werden die Bilder der Videokameras im Fahrgastraum übrigens nur 48 Stunden lang gespeichert.

Live-Bilder: schnellere und bessere Hilfe

An jeder Tür gibt es bei den neuen S-Bahnen eine Sprechanlage. „Wenn ein Fahrgast nach Hilfe ruft, wird er mit dem Lokführer oder der Sicherheitszentrale verbunden“, erklärt Jürgen Strippel, Projektleiter Neue S-Bahn bei der S-Bahn Berlin GmbH. „Dank der neuen Videokameras sehen die Kollegen dort, in welcher Situation sich der Fahrgast befindet. Sie können schneller und besser helfen.“ So ist schon auf den ersten Blick erkennbar, ob eher ein Notarztwagen oder die Polizei gerufen werden muss.

Was macht die neue S-Bahn so sicher?

Jeder neue S-Bahn-Zug hat jetzt Videokameras, die dem Triebfahrzeugführer zeigen, wann alle Fahrgäste ein- und ausgestiegen sind. Wenn Fahrgäste die Türen blockieren, kann der Fahrer sie auch direkt ansprechen.

Jeder neue S-Bahn-Zug hat jetzt Videokameras, die dem Triebfahrzeugführer zeigen, wann alle Fahrgäste ein- und ausgestiegen sind. Wenn Fahrgäste die Türen blockieren, kann der Fahrer sie auch direkt ansprechen.

Auch im Inneren der Wagen überwachen Videokameras das Geschehen.

Auch im Inneren der Wagen überwachen Videokameras das Geschehen.

Die Bilder werden auf Monitore in der Fahrerkabine übertragen. So sieht der Lokführer bei Bedarf immer, was gerade in seinem Zug passiert.

Die Bilder werden auf Monitore in der Fahrerkabine übertragen. So sieht der Lokführer bei Bedarf immer, was gerade in seinem Zug passiert.

An jeder Tür gibt es eine Sprechanlage für Fahrgäste in Not – genauso wie die derzeitigen Fahrzeuge auch. Neu ist: Der Fahrer und die Sicherheitszentrale können auch die Live-Videobilder übertragen. So erfassen sie mit einem Blick die Situation des Fahrgastes.

An jeder Tür gibt es eine Sprechanlage für Fahrgäste in Not – genauso wie die derzeitigen Fahrzeuge auch. Neu ist: Der Fahrer und die Sicherheitszentrale können auch die Live-Videobilder übertragen. So erfassen sie mit einem Blick die Situation des Fahrgastes.