Rampe besteht den Praxistest

Kein leichter Fall: 185 Kilogramm wiegt allein der Elektrorollstuhl, auf den Rico Todzi angewiesen ist. „Hinzu kommt mein Gewicht, und oft habe ich noch einen schweren Rucksack dabei“, sagt der Berliner. Die modernen Rampen werden ab 2021 in den neuen S-Bahn-Zügen eingesetzt.

Die Lücke überbrücken

Das Gerät an sich wirkt unscheinbar. Aber es hilft Rollstuhlfahrern, die Lücke und den Höhenunterschied zwischen Zug und Bahnsteigkante zu überbrücken – und somit problemlos in den S-Bahn-Wagen zu fahren. Es ist im Vergleich zu den derzeit eingesetzten Rampen kleiner, leichter und klappbar. Und damit insgesamt einfacher zu handhaben als sein metallener Vorgänger. Mit einem Innenmaß von gut 80 mal 60 Zentimetern sowie einem Gewicht von rund fünf Kilogramm ist die neue Klapprampe geradezu ein Leichtgewicht.

Die neue klappbare Rampe ist viel leichter und fährt jetzt immer mit. Als erstes werden die neuen S-Bahnen damit ausgesattet.

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Im Zug untergebracht

„Die neue Rampe ist, ebenso wie die jetzt eingesetzte, für Lasten bis maximal 350 Kilogramm auslegt“ erklärt Uwe Keller, der bei der S-Bahn Berlin auch für Verbesserungen zuständig ist. „Modernen Baustoffen sei Dank.“ Im Gegensatz zum aktuellen Modell, das um die zwölf Kilogramm schwer und mehr als doppelt so groß ist, soll die neue Rampe nicht auf dem Bahnsteig stehen, sondern wird im Zug untergebracht.

Meistert alle Einstiegshöhen

Weil bei den Zügen der Baureihe (BR) 481 die Einstiegshöhe in die Wagen genauso ist wie bei den neuen Zügen, eignet sie sich bestens für den Test. „Aber die Höhenunterschiede der Bahnsteigkanten variieren“, wie Bettina Jeschek, Beauftragte für Fahrgäste mit Behinderungen bei der S-Bahn Berlin, ergänzt. Zwar gibt es zwei Normen, aber einige Bahnhöfe liegen in einer Kurve, was die Einstiegssituation ebenfalls verändert. Also wird auf verschiedenen Bahnhöfen getestet.

Da rutscht nichts

Am S-Bahnhof Frankfurter Allee legt Uwe Keller die Rampe bei einer 481 an. Im Alltag macht das der Triebfahrzeugführer bei Bedarf. Rico Todzi rollt problemlos in den Wagen. „Das passt“, sind sie sich einig. Am Treptower Park passen die Tester einen älteren Zug ab. Hier ist der Höhenunterschied besonders groß. Und trotzdem: „Da rutscht nichts“, gibt Todzi zu Protokoll. Am Ende kommen alle Beteiligten zu dem gleichen Fazit: Die neue Rampe hat sich in allen Situationen bewährt.